Gewitter mit Starkregen und anhaltend ergiebige Regenfälle von fast 70 Litern pro m² haben zu zahlreichen Überflutungen geführt. Die Feuerwehr Fürth löste Vollalarm aus.
Alle 12 Freiwilligen Feuerwehren und die Berufsfeuerwehr waren von ca. 23 Uhr bis in den Morgen im Einsatz, um vollgelaufene Keller leerzupumpen, in überfluteten Unterführungen den Abfluss des Wassers zu ermöglichen und darin feststeckende Fahrzeuge zu bergen.
Der U-Bahnhof Jakobinenstraße musste mit Sandsäcken vor eindringendem Wasser geschützt werden. Der Schwerpunkt der Einsätze lag im Bereich Dambach. Dort waren besonders viele Keller vollgelaufen. Bis Sonntag früh waren 150 Einsätze zu bewältigen. Im Laufe des Vormittags kamen wieder mehrere Meldungen über vollgelaufene Keller, so dass nach wenigen Stunden Ruhepause erneut einige Freiwillige Feuerwehren im Einsatz sind. In der Beethovenstraße überfluteten ca. 15cm hohe Wassermassen den Gehweg sowie die Straße. In der Cadolzburger Straße standen die Gärten der Anwesen sowie die Keller der Häuser mehr als einen Meter unter Wasser. In diesem Bereich war die Feuerwehr Vach von ca.0 Uhr bis weit nach 6 Uhr am Morgen eingesetzt, um die Keller leer zu pumpen. In einem Keller drohte aus einem aufschwimmenden Heizöltank Heizöl auszutreten. Der Feuerwehr gelang es jedoch, dies zu verhindern. In der Hubertustraße wurde die Freiwillige Feuerwehr Stadeln eingesetzt, um dort einen Keller leer zu pumpen. Bevor der Keller allerdings leer gepumpt werden konnte, musste erst noch das Wasser von der Terrasse abgepumpt werden da dieses von dort aus immer nachlief. Dazu setzte die Feuerwehr eine Tragkraftspritze TS-8 ein. In der Franz-Schubert-Straße stand eine Tiefgarage ca. 10cm unter Wasser. Die Freiwillige Feuerwehr Mannhof wurde hier eingesetzt, um die Tiefgarage mit Hilfe einer Tauchpumpe trocken zu legen. In der Stiftungsstraße lief das Wasser in ein Gebäude eines Telefonanbieters und legte für mehrere Stunden die gesamte Telefonvermittlung für den Bereich der Hardhöhe lahm. Die Abpumparbeiten durch die Feuerwehren Poppenreuth und Stadeln gestalteten sich hier schwierig, da Eile geboten war. In den Kellerräumen befanden sich nämlich neben der Telefonvermittlung noch zwei Räume, in denen eine Niederspannungs- und eine Hochspannungsanlage untergebracht sind. Es wurde sowohl mit der Vorbaupumpe des Löschfahrzeuges LF 16 sowie mit zwei Wassersaugern versucht, das Wasser möglichst schnell aus dem Gebäude zu entfernen.