Kurz vor 22 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Fürth zur Zirndorfer Brücke gerufen. Dort durchbrach ein PKW das Brückengeländer und stürzte in den Main-Donau-Kanal. Während der Anfahrt des Rüstzuges war noch nicht klar, ob sich noch Personen in dem PKW befanden.
Somit rüsteten sich Feuerwehrtaucher schon während der Anfahrt aus. Gleich nach dem Eintreffen gingen die Taucher von der Kaimauer aus ins Wasser und durchsuchten das Auto nach Personen. Der Fahrer des Autos konnte sich jedoch schon vor Eintreffen der Einheiten aus eigener Kraft retten und wurde mit leichten Unterkühlungen und einem Schock an den Rettungsdienst übergeben. Es befanden sich keine weiteren Insassen im Auto. Zeitgleich wurde die Zirndorfer Brücke einseitig für den Verkehr gesperrt, um die Einsatzstelle von oben mit Hilfe der Drehleiter auszuleuchten. Ebenfalls wurde die Straße „Am Europakanal“ gesperrt. Zusätzlich wurde das Schifffahrtsamt sowie die Wasserschutzpolizei benachrichtigt, um eine Sperrung des Kanals für die Schifffahrt durchzuführen. Um den PKW leichter zu finden, befestigten die Taucher eine Boje an dem Auto. Da das Austreten von Kraftstoff befürchtet wurde, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Unterfarrnbach und Burgfarrnbach alarmiert. Diese brachten das Mehrzweckboot MZB90 sowie die Tauchwandsperre und das Ölwehrgerät in Bereitstellung. Der Plan zur Bergung des Fahrzeuges sah vor, mit Hilfe der Seilwinde des Rüstwagens den PKW an die Kaimauer zu ziehen und anschließend mit dem LKW-Kran herauszuheben. Um den PKW an die Kaimauer zu ziehen, wurde dieser mit Hilfe einer Endlosschlinge am Stahlseil der Seilwinde des Rüstwagens befestigt. Langsam wurde der PKW über den Untergrund an die Kaimauer gezogen. Anschließend musste der Ausleger des LKW-Krans ausgefahren werden und mit einer weiteren Endlosschlinge am PKW befestigt werden. Danach wurde der PKW leicht angehoben und gedreht. Die Arbeit der Rettungstaucher der Feuerwehr wurde durch Dunkelheit sowie Sichtweiten unter Wasser von ca. 30 cm erschwert. Somit konnten die Taucher die Arbeiten am PKW nur durch Tasten erledigen. Nachdem der PKW parallel zur Kaimauer stand wurde versucht, ihn langsam aus dem Wasser zu heben. Der PKW wurde von der Berufsfeuerwehr zu mehr als der Hälfte aus dem Wasser gehoben und dort gesichert. Um den PKW ganz aus dem Wasser zu heben, wurde das Technische Hilfswerk alarmiert, das mit einem Auto-Kran anrückte. Nach dem Eintreffen des THWs wurde der PKW von Kran der Berufsfeuerwehr Fürth an den Auto-Kran des THWs umgehängt und vollständig aus dem Wasser gezogen.