Großbrand – Feuerwehrmann und Rettungsdienst-Angehöriger als Nothelfer

Einem dienstfreien Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr und einem Angehörigen des Rettungsdienstes fiel am späten Nachmittag des 14.06.2023 eine Rauchentwicklung an einem Mehrfamilienhaus in der Hans-Vogel-Straße auf. Sie handelten sofort, brachten zwei Bewohner des Wohnhauses in Sicherheit und alarmierten die Kollegen.

Laut Meldebild war von einer Familie mit 5 Personen auszugehen, die vom Feuer eingeschlossen sein sollten. Bereits bei der Anfahrt zur Einsatzstelle war eine starke Rauchsäule sichtbar. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte quoll dichter Rauch aus dem Dachstuhl. Eine zweite Drehleiter wurde sofort zur Einsatzstelle beordert. Zur Verstärkung wurden die dienstfreien Kräfte der Wachabteilung 1 und die freiwillige Feuerwehr Poppenreuth nachgefordert.

Ein Trupp ging unter Atemschutz mit einem C-Rohr im Innenangriff gegen den Brand vor, ein weiterer Trupp bekämpfte den Brand von der Rückseite des Gebäudes. Parallel dazu wurde die Wenderohre der beiden Drehleitern in Stellung gebracht und löschten den Brand von oben.

Von der Berufsfeuerwehr Nürnberg wurde eine weitere Drehleiter angefordert. Zusätzlich übernahm die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Oberasbach die Absicherung des Stadtgebiets. Die Freiwillige Feuerwehr Sack versorgte die Einsatzleitung mit visuellen Lagebildern ihrer Drohne. Die Feuerwehren Poppenreuth und Fürth-Stadt unterstützten die Maßnahmen vor Ort und standen als Einsatzreserve zur Verfügung. Durch den massiven Löschangriff konnte ein Übergreifen des Feuers auf Nachbargebäude verhindert und das Feuer nach etwa 20 Minuten unter Kontrolle gebracht werden.

Der Brand betraf sämtliche Wohnungen im ersten Obergeschoss und die Wohnung im Dachstuhl des Gebäudes.

Insgesamt wurden 2 Personen gerettet, 6 weitere Bewohner konnten das Gebäude selbständig verlassen. Zwei leicht Verletzte wurden vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation behandelt, mussten aber nicht ins Krankenhaus.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nacht an. Der Dachstuhl musste dabei weitgehend abgetragen werden. Dabei kam der Kranwagen mit Schuttmulde aus Nürnberg zum Einsatz. Während der Arbeiten, die in Zusammenarbeit mit den beteiligten Freiwiligen Feuerwehren erfolgten, musste die Hans-Vogel-Straße im betroffenen Abschnitt komplett gesperrt werden. Im Tagesverlauf kann es zu weiteren Verkehrsbehinderungen kommen.

Neben diesem Großeinsatz nahmen sich die weiteren Brandgeschehnisse des Tages, ein Waldbrand, ein PKW-Brand und ein Bahndammbrand eher wie Routineeinsätze aus. Beim Waldbrand am Vormittag in der Nähe der Schuttdeponie arbeitete die Berufsfeuerwehr mit der Freiwilligen Feuerwehr Burgfarrnbach zusammen, die eine 450 Meter lange Schlauchleitung zum Brandherd legte.