
Am frühen Abend des 09.01.2021 bemerkte ein aufmerksamer Anwohner im Fürther Ortsteil Stadeln, dass Flammen aus dem Kamin eines benachbarten Anwesens schlugen und wählte den Notruf. Beim Eintreffen stellte die Berufsfeuerwehr eine intensive Flammenentwicklung aus dem Kamin fest. Über die Drehleiter kam das feuerwehreigene Kaminkehrerwerkzeug zum Einsatz. Die Arbeiten gestalteten sich schwierig, da sich die brennenden Ablagerungen im Kamin teilweise von der Kamininnenwand gelöst hatten und dadurch der für das Kaminkehrerwerkzeug nutzbare Querschnitt zu klein war.
Der Versuch, den Kaminbrand mit Löschpulver zu löschen, zeigte nur teilweise Erfolg. Mit Stangen gelang es im Laufe des Einsatzes, die brennenden Ablagerungen im Kamin Stück für Stück auszuräumen. Die Arbeiten erfolgten in Absprache mit dem ebenfalls alarmierten Schornsteinfegermeister, der vertretungsweise mit einem Mitarbeiter vor Ort war.
Der Kamin wurde während des Einsatzes laufend mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Durch die starke Hitzeentwicklung waren im oberen Teil des Kamins Haarrisse entstanden, durch die Rauch in geringer Menge ins Gebäudeinnere drang. Das Gebäude wurde deshalb mit einem Elektrolüfters belüftet, neben dem heißen Kamin befindliche Holzbauteile im Spitzboden wurden entfernt.
Nach gut zwei Stunden Einsatz war der Kamin so weit ausgeräumt, dass der Brand erlosch und die Einsatzstelle dem Kaminkehrermeister für weitere Maßnahmen übergeben werden konnte. Abschließend wurde vorsorglich durch den Rettungsdienst der Kohlenmonoxidgehalt im Blut der beteiligten Einsatzkräfte und der beiden Schornsteinfegern kontrolliert.